Geschichte der Aventurischen Allianz

Die Geschichte der Aventurischen Allianz beginnt im RONdra 1035 BF (2013), nachdem einige Wenige aus unseren Reihen nach mehrjähriger Mythodea-Abstinenz für zumindest einen Tag den Weg auf den fremden Kontinent wagten. Völlig übermotiviert begannen kurz darauf die Planungen für den darauffolgenden Sommerfeldzug 1036 (2014), angetrieben vom wissensdurstigen Brabaker Schwarzmagier Salpico Monterey und der Garether Scharlatanin Neferu Banokborn. Der Magier scharte etliche Männer und Frauen um sich und geriet mit seinen Begleitern, nichtsahnend, mitten in die lebensfeindliche Spiegelwelt Kelriothar. Das ewige Ziel, der Unsterblichkeit näherzukommen, verwarf der Brabaker in dieser Globule zumindest halbwegs und kämpfte stattdessen schlicht ums Überleben (nicht ohne Forschungen bezüglich des Untoten Fleisches anzustellen...). Begleitet wurden er und Nef zudem von zwei Gefährten: auf der einen Seite dem Havener Seefahrer William Windsley, mit dem beide bereits einiges durchgemacht hatten und der keinen Humpen und keine Affäre ausließ; auf der anderen dem Greifenfurter Ritter Ferenc von Dunkelsfarn, der sich nicht für Ruhm und Ehre sondern Gold und Wert aufs Schiff gen Mythodea begeben hatte.

Während der Reise in unbekanntes Gebiet machten die Helden weitere Bekanntschaften, darunter auch Personen und Gestalten denen der Zwölfgötterglaube völlig fremd war. Unabhängig von Differenzen im Glauben jedoch stritten sie Seite an Seite, kehrten am Ende dennoch voller Ernüchterung in die Heimat zurück. Besonders der Magier, die Scharlatanin und der Ritter setzten sich einer Gefahr aus, ohne viel dabei für sich selbst herauszuholen und entschlossen sich vorerst gegen eine weitere Beteiligung am Kampf gegen die Verfemten und widmeten sich stattdessen ihren ganz eigenen Sorgen innerhalb Aventuriens.
So war es denn William, der sich vor dem Sommerfeldzug der Elementanhänger im 1037. Götterlauf (2015) bei einigen Gehör verschaffte und insbesondere Kontakt zum Rondra-Geweihten Garion von Arivor und dessen befreundeter Ottajasko, der Skjulvarg-Ottajasko unter Kapitän Asleif 'Skjulvarg' Eirikson, aufnahm. Nach langen Gesprächen entschlossen sich Ardarit und Kapitän, gemeinsam mit William und zwei Ottas im Konvoi der Seehandelsgilde gen Mythodea und durch das Tor zur Globule zu segeln. Es war die Geburtsstunde der eigentlichen Aventurischen Allianz. Doch wartete das Unheil nicht lange auf den frisch geschmiedeten Bund: Kurz vor dem Anlanden auf dem fremden Kontinent Mythodea gerieten die beiden Thorwaler Langboote "Seeschwalbe" und "Seewolf" in einen schweren Sturm. Während die Seewolf entkommen kann, zerschellt die Schwalbe an den südlichen Klippen des Eilands und die Allianz wurde voneinander getrennt. Die Mannschaft der Seeschwalbe - angeführt von Garion und seiner guten Freundin, der Halbelfe Lanyana, und begleitet von William, einer Thorwalerschar sowie einem unter dem Schutz des Hetmanns stehenden Goblin, Gibldip - begab sich auf die Suche nach dem anderen Schiff und dem Hetmann. Währenddessen betraten sie von Mythodea aus die Spiegelwelt, Kelriothar, und kämpfen ehrenvoll und tapfer gegen das, was sie als Ausgeburt H'rangas verstanden.

Allerdings sollte es bis zum Ende des Sommerfeldzugs dauern, bis die Ottajasko wieder vereint wurde, außerhalb der Spiegelwelt inmitten Mythodeas. Wo Magier, Scharlatanin und Ritter ein Jahr zuvor noch einen Rückzug gemacht hatten, erkannten die Thorwaler die von den Verfemten und ihrer Welt ausgehende Gefahr für ihr eigenes Leben und ihre Heimat. Daher fiel bald darauf die Entscheidung, Aventurien präventiv vor dem was dort lauert zu beschützen und wiederzukehren, bis Gewissheit über den Sieg herrschte. Dieser Entschluss motivierte letztlich den Ardariten Garion, andere Geweihte in Aventurien zu konsultieren und ihnen von seinen Erfahrungen in der fremden, feindlichen Welt zu berichten.
Im darauffolgenden Jahre 1038 BF (2016) führte der Geweihte der Himmelsleuin, neben dem bereits seit längerer Zeit in Thorwal lebenden Peraine-Geweihten Khaid Harunianson, eine Hand voll weiterer Götterdiener nach Mythodea und weiter in die Globule Kelriothars. Sie alle hatten sich aus Gründen der Mission oder des Schutzes Deres oder auch des Zwölfgötterglaubens in die Fremde begeben. Begleitet wurden die sieben Geweihten dabei von den mutigsten Thorwalerkriegern, jenen, die sich selbst oder dem Gottwal Swafnir noch etwas Großes beweisen wollten. Das zweite Schiff, die Seewolf, blieb samt Mannschaft hingegen auf dem mythodeanischen Festland zurück und kam dem Händlertrieb nach oder begaben sich abergläubisch auf weniger gefährlichem Territorium auf Entdeckungsreise.
Wenngleich das Ziel Gold zu sammeln nur von den Händlern unter den Seefahrern erfüllt werden konnte, war der Feldzug keineswegs ein Reinfall. Auch der Umstand, dass die Allianz neben Schwarzpelzen lagern und deren Bräuche und Rituale im Angesicht des geltenden Kriegsrechts ertragen musste, konnte das das gute Gefühl am Ende der Reise nur leicht schmälern. Denn sie trafen nicht nur auf den Golgariten Boras zu Dhunus, der einen Zwölfgötterschrein im Banner der Freien initiiert hatte, sowie weitere Anhänger des Schweigsamen wie Albrecht, Turan Solas und Tsadan, sondern insgesamt auf etwa zwei Dutzend mehr Aventurier, darunter auch weitere Weiheträger wie Antonius, ein Anhänger des Schwarzen Mantikors, Tsaja, eine Geweihte der jungen Göttin oder Magier von verschiedenstem Schlag.
Als der Sommerfeldzug schließlich geendet hatte, trennten sich zwar die Wege der Aventurier in Mythodea fürs Erste, doch ward ein Stein ins Rollen gebracht und die eine oder andere Brieftaube in der Folgezeit mit einer Nachricht losgesandt. Das nächste Jahr, es sollte umso mehr im Zeichen der Allianz stehen. Wie sehr, konnte zu diesem Zeitpunkt jedoch keiner ahnen. Die Entdecker um Hetmann Eirikson und seinen Vertrauten von Arivor hatten beschlossen das Jahr über in Mythodea zu verweilen. Bereits im TRAvia ergab es sich, dass sich die Ottajasko im Banner der Freien wiederfand, im Kampf gegen die Festung des Schwarzen Eises, Nar'Nagul. Dort schlugen sie nicht bloß eine große Schlacht, sondern trafen zufällig neben dem eigenen Lager Menschen aventurischer Herkunft. Jene, die aus Zackenberg kamen, wurden angeführt vom Herold Avon, der stellvertretend für seinen Baron Stordan von Zackenberg im Kampf um eine neue Heimat stritt. Ähnliche Ziele brachten die Aventurier zusammen und es sechs Recken auf jeder Seite wurden schicksalhafte zwölf, die für eine gemeinsame Sache standen.

Wenige Monde später wurden alle Mühen während der Schlacht um die Festung des Schwarzen Eises und danach schlussendlich belohnt. Der Principal der Freyenmark höchstselbst, seine principale Majestät Sturmhart Eisenkeil, kürte Stordan von Zackenberg am 6. PHEx 1039 (2017) zum Baron von Neu-Zackenberg - und die Aventurische Allianz konnte einen festen Stützpunkt in der fremden Welt Mythodea ihr Eigen nennen. Ein aufstrebendes Dorf samt Hügelburg an der nördlichen Grenze der Freyenmark; eine Bastion der Zwölfe wider die Finsternis.
Das Jahr 1040 BF (2017) hatte kaum begonnen und bereits früh einen düsteren Schatten voraus auf das geworfen, was die Aventurische Allianz erwarten sollte. Der Weg zur Weltenschmiede, ob über die raue See oder durch Tunnel, war beschwerlich und lang gewesen, wenn auch problemlos verlaufen. Am Ziel angekommen erwartete die Fremdijis, wie der Maraskaner zu sagen pflegt, eine Festung der Verfemten, um die in den darauffolgenden Tagen blutig und verlustreich geschlagen wurde. Angeführt stets von Antonius, dem von der Allianz erwählten Feldherren, schlugen sich die Streiter Aventuriens jedoch tapfer als Teil der III. Kompanie der Freyenmark. Doch dann begann die Moral zu sinken: Assimilation, Verwundung und Tote nahmen zu, so fielen etwa Iwan, ein Holzfäller aus dem Bornland, wie auch der Principal der Freyenmark während des Feldzuges. Am Morgen des letzten Tages war die Festung schließlich endlich in Händen der Streitkräfte der Siedler gefallen. Ein Grund zu ausgelassener Freude! Doch dann ereilte die Allianz eine neue, erschütternde Kunde:

Urukar Belfionnson, Krieger aus Thorwal-Stadt, hatte sich zu einem Opfer bereiterklärt. Wie ein altes, thorwalsches Sprichwort sagt, gibt es für alles eine Zeit. Urukar befand offenbar, dass es für ihn an der Zeit war, das Richtige zu tun und, wenn möglich, zwei Welten mit einem Streich zu schützen – und dass sein Leben diesen einen, besonderen Zweck hätte. Während die Siedler trotz Efferds Launen, Regen und Sturm, versuchten die Festung an der Weltenschmiede zu halten, zog er zu seinem letzten Kampf aus, begleitet von neun weiteren Gestalten, die den Herold bezwingen wollten...

Am späten Abend schließlich war die Schlacht geschlagen – und gewonnen, doch Urukar verloren. Aus welchen Gründen auch immer war sein Corpus auf dem Schlachtfeld erschienen und vom eig’nen Schwert durchbohrt und ins Lager zurückgeführt worden. Dort, nun, war niemandem trotz aller thorwalschen Einflüsse zunächst niemand nach Feiern zumute. Es galt, einen Freund und Helden zweier Welten – unter der Leitung der Swafnir-Geweihten Jorman und Ragnar – dem Feuer zu überantworten.

Die Aventurische Allianz musste sich in den kommenden Tagen zunächst einmal sammeln..

Es war kein Mond vergangen, dass die aventurischen Steiter erneut zu den Waffen gerufen wurden – auf eine Weise, die sie sich nicht erträumt und noch weniger erhofft hatten: Der Heerführer der Freyenmark war unpässlich und sein Stellvertreter zog sich aus der Verantwortung. So kam es dann, dass Antonius kurz vor dem Ausrücken der Truppen ein Brief erreichte, der ihn interimsweise zum Heerführer ernannte. Es verwunderte kaum einen, dass sich der Kor-Geweihte kurze Zeit später mit dem Ardariten der Allianz beratschlagte und sie beschlossen diese Aufgabe Schulter an Schulter, Panther und Löwin, zu bewältigen.

Kurze Zeit später erreichten die Truppen das ausgemachte Ziel, das Schwarze Herz. Efferds Segen hatte das Feld mehr in eine Schlammwiese verwandelt und auch sonst schien es so als hätten sich die Elemente gegen die Freyenmark verschworen. Die Schlacht ging verloren und unter zahlreichen Verlusten zogen sich die märkischen Truppen schließlich zurück. Zumindest einige. Denn während die Streiter der Allianz sich vornehmlich in Richtung Neu-Zackenberg bewegten, harrte Antonius im Süden der Mark aus. Er hatte sich in den Kopf gesetzt eine Verteidigungslinie zu errichten, um die Heerscharen des Schwarzen Eises irgendwie zurückzuhalten.

Das Vorhaben des Dieners des Schwarzen Mantikors war von Erfolg gekrönt – zumindest für eine Weile. Das Schwarze Eis war zu stark, die Übermacht nicht im Zaum zu halten, so dass auch der schlachtenerprobte Geweihte letztlich seine Stellung aufgeben und sich zurückziehen musste. Anschließend marodierte das Schwarze Eis durch die Mark und erreichte schließlich Neu-Zackenberg ...

Der Kampf um die Scholle, die noch kein Jahr alt war, war verlustreich – aber in Erinnerung geblieben ist besonders den einfachen Soldaten das so genannte „Wunder von Neu-Zackenberg“. Die zurückkehrenden Truppen waren stark dezimiert und ausgelaugt vom beschwerlichen Rückweg, erhielten jedoch kurz vor Ankunft Verstärkung der Zackenberger Truppen. Baron Stordan rückte höchstselbst mit einer neu geformten Kompanie der Lanzenbauernwehr an – und just in dem Moment wie Stordan auf den Feind traf und dieser sich vollends auf ihn konzentrierte, brach aus dem Wald eine Horde wilder Krieger des Blutpaktes und so in die Zange genommen vernichteten Sie den Schwarm.

Auf das Wunder erfolgte ein Rückschlag: Wochenlang wurden die Bewohner belagert, doch die Verteidigung der Burg hielt den Angriffen des Schwarzen Eises stand. Der Lichtblick und der Strohhalm an den sich die Meisten klammerten, war das Reich der Rosen. Noch vor den Angriffen auf die Scholle war auf dem Konvent der Rosen die Evakuierung der Waisenkinder vereinbart worden. Die erste Welle von Schiffen, angeführt von Raul Mazhahk à Oshead, stolperte mehr oder minder unmittelbar in die Schlacht um Neu-Zackenberg. Drei schwere Wochen sollten folgen – ehe statt den Waisenkindern jeder Andere ebenfalls evakuiert worden war, denn in der Scholle Zackenberg war nicht viel mehr zu holen als der Tod.

Ein Drittel der Bevölkerung der Scholle war gefallen, Freunde und Bekannte verloren, aber nicht vergessen – die Gedanken an den Sommerfeldzug von den Geschehnissen und neuerlichen Kampf um Leben und Tod vorerst in den Hintergrund gedrängt worden. Trotz der erschütternden Bilanz des Kampfes um das Schwarze Herz und die darauffolgenden Geschehnisse, war dennoch ein Hoffnungsschimmer am Horizont zu erahnen: Skäekara. Ein neues Land, ein neues Land voller neuer Möglichkeiten und ein neuer Stützpunkt für die Aventurische Allianz – vorerst. Gut genug, um fortzusetzen, was sie vor Jahren begonnen hatten:

Streiten für die Zwölfe, für Aventurien, für Mythodea – jetzt erst recht.